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Donnerstag, 14. April 2016

So wird geheiratet

Hochzeitsfotograf:

Der schönste Tag im Leben... So verbinden die meisten das Wort Hochzeit. Dabei sollte es einer der schönsten Tage werden sonst würde es ja keine Steigerung mehr geben.


Der Beginn eines aufregenden Tages

Die Auswahl des passenden Visagisten  ist für manche schon die erste Hürde. Wie oft lasse ich mich schmiken? Was steht mir? Termin? Preis? Fragen über Fragen. Dabei kann man mit einer großzügigen Zeitplanung schon sehr viel erreichen. Probe MakeUp, Beratung, neues probieren. Wenn dann der Tag gekommen ist, sollte man ohne Hektik und Zeitdruck sich auf das verlassen können was davor schon einmal getestet wurde. Als kleiner Geheimtipp: lasst euch ein  Set mitgeben, als vom Makeup den gleichen Farbton... Für den Fall der Fälle während der Hochzeit oder der Feier.
Nachdem man fertig Gestylt und angezogen ist wird es schon langsam ernst. Es ist letztendlich eine Geschmacksfrage wann man die Hochzeitsbilder macht. Davor, danach, dazwischen. Planung und Wetter können hierbei eine Rolle spielen. 


Brautpaare merken sehr schnell wieviel Routine und Professionalität beim Fotografen dahinter steckt. Nicht zu lange, nicht zu kurz, die richtigen Ideen passend zum Licht. Und vor allem eines: Spass. Kommt keine Stimmung auf - gerade bei einem Hochzeitsshooting, kann sich das sehr schnell auf die Bildgeschichte auswirken. Und wer mag schon traurige Bilder von seiner Hochzeit. Übrigens. In 30 - 45 Minuten kann man das allermeiste schon fotografiert haben. Hitze im Anzug, Nervosität, und das warten lassen der Gäste tun Ihr übriges. 

Es treffen die ersten Verwandten ein. Gäste, Freunde Familie. Die meisten sind überrascht das es in der tat viel schneller beim Standesamt zugeht als man denkt. 10-20 Minuten, Unterschriften, Urkunde. Das hört sich alles furchtbar unromantisch an, letztendlich ist es aber ein reiner Behördengang. Viel hängt vom Standesbeamten ab der auch gerne auf Wünsche eingeht.


Nach der offiziellen Trauung darf gratuliert werden, und man freut sich auf den Sektempfang. Hier können gerne kleine oder größere Überraschungen für das Brautpaar mit einbezogen werden. 


Danach ist dann der Weg zur Location frei, oder aber natürlich zur Kirche.


Bislang haben wir sehr selten eine Hochzeit erlebt bei der alles exact im Zeitplan geblieben ist. Grund dafür ist die Logistik in der Küche, oder die Warteschlangen im Buffet. Dies war bislang aber meist sehr undramatisch. Nach dem Essen bleibt dann genügend Zeit für die Hochzeitstorte und den Brautwalzer. Hier zeigt sich dann oft ob die Brautschuhe davor schon ein wenig eingelaufen worden sind. Die meisten Bräute bedienen sich hier der Lösung 2 Paar Schuhe dabei zu haben.
Das ist jetzt hier natürlich nur ein sehr grober Faden für einen möglichen Ablauf. Eine Hochzeit sollte immer so individuell wie das Paar sein das feiert. Kreativ oder Bodenständig, Grillparty oder Luxusdinner. Das entscheidet jeder selbst. 

Übrigens. Im Schnitt geben die Deutschen ca. 11.000 EUR im Süden des Landes für Ihre Hochzeit aus. Bei 100 Gästen kann dies in Relation stehen. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten locker das 5 fache zu investieren. 

Dienstag, 22. März 2016

Angeblitzt - Die Sache mit dem Blitz

Fotos und Licht hängen ähnlich zusammen wie Auto und Motor. Das Blitzlicht kann allerdings Fluch und Segen zugleich sein. Ein kleiner Ausflug in eine belichtete Welt... 

Wer kennt das nicht ? In geschlossenen Räumen und starker Sonne draussen vertrauen viele auf Ihren eingebauten Kamerablitz. Die Ergebnisse ? Geistergesichter, also viel zu hell, während dir Hintergrund in einem Schwarz abtaucht. Da ist ein harter Schatten hinter dem Motiv noch die beste Alternative.

Woran liegt es. Beim eingebauten Blitz hat man im Kern nur 2 Möglichkeiten. An oder aus. Natürlich lässt sich die Blitzstärke einstellen, jedoch nicht der Winkel. Der eingebaute Blitz in der Kamera erzeugt ein mehr oder weniger starkes Lichtfeld direkt nach vorne. Das kleine Lämpchen ist begrenzt auf die Reichweite, und von der kleinen Lichtfläche aus lässt sich nicht sehr viel Raum abdecken.

Fotografiert man im freien gegen die Sonne hat man noch die beste Chance das Motiv aufzuhellen.

Die alternative sind Aufsteckblitze. Zum einen weil diese einen viel größeren Leistungsumfang haben, und zum anderen gibt es neben zahlreichem Zubehör, auch die Möglichkeit indirekt auf das Motiv zu blitzen. Das kann zum Beispiel so aussehen, das der Blitzkopf um 180 Grad zu einer hellen Wand gedreht wird. Diese helle Wand wird dann angeblitzt und das Licht fällt reflektierend auf das Motiv. Vollkommen Schattenfrei. Auch das direkte nach oben Blitzen ist eine Möglichkeit, genau so wie der Einsatz von Softboxen für den Aufsteckblitz. Hat der Blitz dann auch noch eine Masterfunktion, so können mehrere Blitze als Slaves dazu geschaltet werden.

Als kleiner Geheimtipp. Der beim Blitz mitgelieferte Blitzschuh (das länglcihe Plastikteil auf dem der Blitz stehend montiert werde)  kann, hat unten ein Gewinde das zu jeder Stativplatte passst, also die Verbindung in der Kamera und Stativ miteinander verbunden werden. So lässt sich der Blitz sehr variabel einsetzen.

TTL nennt man die Sprache die benutzt wird wenn Kamera und Blitz miteinander kommunizieren. Wie beim fotografieren auch, macht es meistens Sinn im manuellen Modus zu arbeiten weil die Kamera eben nicht weiss welches Ergebnis ich haben will.  Im Manuellen Modus gibt es vereinfacht gesagt Wahlmöglichkeiten zwischen einer 1/128 Leistung, bis hin zu der vollen 1/1 Leistung. Je nach Lichtverhältnis und Wunsch kann man die Leistung nun anpassen. Besser ausgestattete Blitzgeräte haben noch verschiedene zusätzliche Einstellungen wie Lichtstreuung oder die bereits erwähnte Masterfunktion.

Ein abschliessender Punkt wäre noch das Thema Überhitzung. Da es beim Blitzen relativ schnell warm wird verfügen die meisten Geräte über einen Überhitzungsschutz und schalten dann automatisch auf Stand by. Auch hier gibt es Qualitätsunterschiede.

Man sieht, selbst wenn man das Thema wie hier nur im groben anreisst, bemerkt man schnell das die Sache mit dem Blitz nicht ganz so einfach ist wie einfach nur Blitz an und drauf. Aber genau das ist ja auch das schöne an der Fotografie. Man kann experimentieren und seiner Kreativität freien lauf lassen.

Peter Neher
www.picslocation.de

Mittwoch, 2. März 2016

Das letzte Hemd hat keine Taschen

Das letzte Hemd hat keine Taschen


Das Sprichwort kennt wohl jeder. Oder auch "Spare in der Zeit dann hast Du in der Not." Der heutige Eintrag beschäftig sich it etwas Geld, und den fotografischen Gedanken drum herum. 


1,2 mal im Monat erreichen uns Anrufe folgender Art:

Was kostet Passbild ?
Was, so teuer ? Aber Automat ist 4 Euro günstiger. ja ok. Danke. 

Wie man damit umgeht ? gar nicht. Das ist vollkommen Ok. Natürlich mach es Sinn preise zu vergleichen. Allerdings macht es weniger Sinn Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ein Automat bezahl maximal eine kleinere Standgebühr, keine Miete, bildet sich nicht fort, beschäftigt kein Personal, benutzt Billiger Thermopapier, hat sehr geringe Druckkosten, und dem Automaten ist es egal wie man darauf aussieht. mit wem will man vor Ort sprechen ? Mit dem Münzschacht ? 

Ähnlich verhält es sich im übrigen auch mit Bewerbungsbildern. Da ist das Ergebnis sogar noch wesentlich relevanter wenn es um den Job geht. Vernünftige Bewerbungsbilder brauchen Zeit. Eine halbe, drei viertel Stunde ist durchaus angemessen. Sonst würden wir auch einfach einen Automaten aufstellen. 

Der gute Bekannte der die Hochzeit fotografiert, der Kumpel der sogar auch eine gute Kamera hat und umsonst durch Wald und Wiese hüpft. Das Handybild auf der Firmenwebseite. Es gibt zig Beispiele warum es besser gewesen wäre man hätte in sein Fotoprojekt professionell investiert. So wäre ein Schaden erst gar nicht entstanden. 

bei uns Fotografen ist es kalkulatorisch natürlich eine Betriebswirtschaftliche Frage. Die Kosten die sich jeden Monat ergeben, abzüglich Steuern, Versicherungen, Beiträge und Gebühren ergeben wie in jedem anderen Unternehmen eben auch den gewinn. 

Wer im Restaurant für 4 EUR 0,2 Liter Cola bestellt, obwohl es die Dose mit 0,33 Liter für 50 Cent gibt weiss das jedes Unternehmen so rechnen muss. 

Natürlich, fotografie, kurz auf den Knopf Drücken und 20 EURO verlangen mag für einen der sich nicht damit beschäftigt viel sein. Bis es allerdings soweit ist, das man auf den Knopf drücken kann, sind schon gute 100.000 EUR in den Wirtschaftskreislauf geflossen. Dies hat alles seine Relation. 

Worüber ich mich persönlich allerdings auch ärgere, wenn man beim Fotografen tatsächlich viel Geld für miese Arbeit und / oder Qualität bezahlt. Da ist dann der Passbild Automat wirklich die bessere alternative. Wir sind froh das wir die richtigen Kunden haben.  







Dienstag, 1. September 2015

Das ulmer Weinfest

Das ulmer Weinfest aus Fotografischer Sicht. 


Anders als bei Hochzeiten bei denen es keine "2. Chance" gibt, verhält es sich auf Events. Das bei beiden die Stimmung eingefangen werden muss versteht sich von selbst. Trotzdem hat man wesentlich mehr Zeit um sich beim Blick auf das wesentliche die besten Motive heraus zu suchen. 


Gerade bei Veranstaltungen unter freiem Himmel spielt das Licht natürlich eine entscheidende Rolle. Dafür ist in der Regel auch immer genügend vom selbigen da.

Gegen die Sonne zu fotografieren kann im übrigen durch aus seinen Reiz haben solange es zur Bildstory passt. Weite Flächen, Abendstimmung, Ausgelassenheit. Die einzelne Servicekraft gegen die Sonne fotografiert raubt selbst dem schönsten Bild seinen Kontrast und lässt das eigentliche Motiv im dunkeln verborgen sein.

Bilder der angebotenen Speisen und Getränke gehören natürlich ebenso zu einer Dokumentation wie

Personen selbst. Aber auch Kleinigkeiten die Dekoratikel oder Schilder können durchaus Ihren Reiz haben.

Da genügend Licht vorhanden ist, bietet sich der Einsatz eines (zirkulären) Polfilters an. Ein blauer Himmel und schöne Farben lassen dann hier nicht lange auf sich warten.

Eine Quote von 100 Prozent perfekten Bildern gibt es nicht. Gerade wenn sehr viele Menschen auf einem Bild zu sehen sind, sollte zumindest darauf geachtet werden das niemand sehr nachteilig darauf abgelichtet wurde. Direkt beim Essen oder Trinken ist genau so ein No Go wie Situationen bei denen man selbst auch nicht fotografiert werden möchte. Abhilfe schaffen hier im übrigen Serienaufnahmen. Nicht die Highspeedwahl, aber im Lowspeed Bereich hat man die richtigen Abstände um von 2-3 Sekunden Serienaufnahmen das richtige Bild zu erwischen.

2 Wochen Sonnenschein mögen einen auch als Fotograf verwöhnen. Zumindest solche Kollegen, die noch nie in einen Sommerplatzregen gerutscht sind. In meinem Rucksack befindet sich gerade für solche Fälle ein Regenschutz für Kamera und Tasche.

Wo Menschen sind, da Menschelt es. Umgeworfene Weingläser, stolpernde Kinder, oder der ein oder
andere mit einem Gläschen zu viel können die Ausrüstung durchaus in Bedrängnis bringen. Abstand ist hier mit Sicherheit eine große Hilfe. Im übrigen Ebenso wie Geduld. Ähnlich wie bei der Naturfotografie ergeben sich die schönsten Motive durch warten und dem richtigen Blick.


Mittwoch, 19. August 2015

Traumwetter zur Traumhochzeit ?

Traumwetter zur Traumhochzeit ?


Zugegeben, wir hören es oft. Sehr oft. "Und was machen wir wenn es regnet"? Wenn einer der schönsten Tage quasi ins Wasser fällt?



Darauf gibt es viele Antworten. Aber vor allem auch viele Ideen. Aber, von vorne.

Natürlich will niemand im Regen stehen. Zumindest nicht an seiner eigenen Hochzeit. Alles ist bis auf's Detail geplant, die Einladungen gingen raus, alles ist organisiert. Und dann. Der Wolkenbruch.

Fotografisch ist es ein Unterschied ob wir von 2,3 Stunden Hochzeitsshooting sprechen, oder von einer oder mehreren Tagesbegleitungen. Einfluss aufs Wetter haben wir natürlich auch nicht, dafür aber jede Menge Erfahrung. Bei der Anzahl an Hochzeiten die wir jedes Jahr erleben dürfen lässt es sich nicht vermeiden. Es gibt einfach Regentage. Egal zu welcher Jahreszeit. Die gute Nachricht ist, es fällt sich tatsächlich in Grenzen. In den letzten Jahren sprechen wir von 5,6 Hochzeiten die tatsächlich verregnet waren. Bei über 1.000 Stück ein verschwindend geringe Zahl.  Zugegeben, lange nicht jede war in Deutschland, und auch nicht jede wurde über länger als 6 Stunden begleitet. jedoch einige.
Feel Happy trotz Regen

Ein nicht all zu schlechter Ratschlag sind weisse Schirme. Auch wegen dem Regen, aber auch wegen der Sonne. So kann es passieren das man die Dauer der Gratulationen im freien unterschätzt, das empfindliche Dekoltee immer roter wird, und der frisch angetraute Ehegatte in voller Hochzeitsmontur mehr an einen Sauanbesuch erinnert als an die Hochzeit. Schatten bei Sonne kann genau so wichtig sein wie Schutz bei Regen.

Wenn es Regnet muss es irgend wann einmal aufhören. In der Regel ist es undramatisch das Brautpaarshooting zu verlegen. Mit etwas Glück erwischt man sogar noch einen Regenbogen. Die Gefahr hierbei ist allerdings folgende:

Das Gras ist nass, und ohne es zu bemerken saugt sich das Brautkleid von unten voll. Welche Auswirkung dies hat kann man sich denken. Ein Brett auf dem die Braut steht kann wahre Wunder bewirken.

Irgendwann geht es dann  nicht mehr es zu verschieben. Die Sonne geht langsam unter, es passt nun wirklich nicht mehr in den Zeitplan, oder es will einfach nicht aufhören zu regnen. Kirche, Location, Studio, aber auch überdachte Gärten oder Domiziele  von in der nähe wohnenden Freunden,  können eine gute alternative sind. Gerade wenn sowie so mehr mit Tiefenschärfe gespielt wird kommt es gar nicht so auf die Details im Hintergrund an. Viel mehr um Farben die einen angenehm weichen Kontrast zum Brautpaar bilden.

Zaubern kann man hierbei natürlich auch nicht. Und so sind wir schon in der ein oder anderen Hotelempfangshalle gelandet die uns einfach kannten. Langer Regen ist planbar. Wenn man damit rechnet, ist es vielleicht eine Idee Ausschau nach einem schönen Hotel zu halten. Auch sind Zimmer für ein Brautpaarshooting das nur für eine halbe Stunde genutzt wird durchaus bezahlbar. Den Fehler etwas zu erzwingen wird in den aller wenigsten Fällen funktionieren. Die Frisur kaputt, man friert, die Kamera ist auch nicht unbedingt wasserdicht. Alternativen bieten sich an.

Man sieht, von Regen sollte man sich nicht die Hochzeit vermiesen lassen. Es sind Erinnerungen an einen grossen, sehr grossen Tag. Und die sollten natürlich auch authentisch sein. Wenn es Regnet, regnet es. Es gibt wunderschön romantische Regenbilder.


Peter Neher
www.picslocation.de

Donnerstag, 18. Juni 2015

Makrowelten

Seit jeher schon ein faszinierendes Thema. Makrowelten. Kleine Motive ganz gross zu fotografieren, unentdecktes entdecken, in eine eigene kleine fotografische Welt abtauchen.


Wie in der "normalen" Fotografie sind auch in der Makrofotografie keine Grenzen gesetzt. Allerdings gestaltet sich die Makrofotografie meist aufwendiger als ein gutes Motiv das man gerade entdeckt hat. 

Anfangen tut neben der Idee das ganze bei der Ausrüstung. Auf vielen Kameras findet sich das das Symbol einer Blume wieder. Nun könnte man meinen das es damit getan wäre, jedoch ganz so einfach ist es dann doch nicht. 

Zur Grundausstattung für die Makrofotografie gehört natürlich ein Makroobjektiv. Ein Objektiv mit dem man sehr nah an das Motiv hin kann. Für unser Beispielsbild hatten wir das Nikon Micro 105mm f2,8G mit VR (Bildstabilisator) und fotografierten einen Tropfen auf einer CD. Als Kamera kam die d810 zum Einsatz. 

Ganz beabsichtigt unbearbeitet, entdeckt man feinste Fusseln und Staubkörner auf dem Rohling. Mit dem bloßem Auge nicht zu erkennen. 

Ein gutes Team. Nikons D810 und da 105mm Micro
Objektive gibt es viele. Auch hier zählt Abbildungsleistung und in diesem Fall die Naheinstellungsgrenze. Das ist der bereich der zwischen Motiv und der Sensorebene liegt. Die Sensorebene findet man auf dem Kameragehäuse meist links vom Infodisplay. Ein Senkrechter kleiner weisser Strich der in der Mitte von einem weissen kleinen Kreis umschlossen wird. Zwischen diesem Symbol und dem Motiv wäre in unserem Fall der kleinste möglich Abstand 31,4 cm. Weitere Faktoren wie Abbildungsmassstab und der optische Aufbau des Objektives runden das ganz ab. 

Durch den kurzen Abstand ist die Tiefenschärfe in der Makrofotografie allerdings sehr gering. Bedeutet nicht alles was scharf werden soll, wird scharf. Ergo - Blende zu, und dafür länger belichten, wobei wir jetzt beim Thema Stativ sind. Ohne ein Stativ wird es schwierig da durch den geringen Abstand und der entsprechenden Vergrößerung schon kleine Verwacklungen im Bild sichtbar werden. Ähnlich verhält es sich im übrigen schon beim Auslösen. Das Auslösen selbst kann schon zu Verwacklungen führen weshalb ein Fern,- oder Selbstauslöser kein schlechter Tipp ist.

Man sieht, selbst wenn man das Thema nur leicht anreisst, wird schnell deutlich warum es nicht ganz so einfach ist, auf die oben erwähnte Blume zu stellen. Dies mag für normale Bilder die etwas näher am Bildschnitt dran sind reichen, für richtige Makrofotografie kommt man allerdings schnell an die Grenze. 

Übrigens. Makroobjektiv heisst nicht, das man damit nur Makroaufnahmen machen kann. Makroobjektive eigenen sich auch hervorragend für wunderschöne Portraits.  






Samstag, 13. Juni 2015

Sinnvoller Pixelwahn Nikons D810 im Praxistest

Da mich schon ein Paar auf die neue Nikon D810 angesprochen haben, gerne ein paar Sätze dazu. 


Es ist natürlich wie bei allen Produkten immer etwas relativ.Vorweg gesagt, wenn jemand eine kleinere Kamera gewohnt ist, für den tun sich mit der 810 neue Welten auf.

Ausführliche Testbericht zum Model findet man sehr viele. Deshalb sei es mir verziehen wenn es an dieser Stelle ein kleiner Praxisbericht ist, dem nun die ersten Erfahrungswert zugrunde liegen.

Ich selbst habe seit Jahren die D3S, und die D4 von Nikon im Einsatz, und dort wird man natürlich schon sehr verwöhnt. Trotz dessen überkommt mich auch Begeisterung wenn man neues ausprobiert das man zuvor ein klein wenig unterschätzt hat.

Die Nikon 810 liegt (im Vergleich zur D4) natürlich leichter und damit auch etwas besser in der Hand. Alle Funktionsknöpfe sind dort wo man sie braucht, und was als erstes auffällt ist der sehr angenehme leise Verschluss beim Auslösen. Gerade auch Hochzeiten nicht der schlechteste Vorteil.

Das Menü ist Ausgerüstet mit allem was ein Fotograf braucht, und bietet zudem noch das ein oder andere Extra.
Detailreich und Farbecht. Nikons D810

Ein grosser Sucher mit gestochen Scharfer Optik passt zu den Ergebnissen. Die können sich dank über 36 Millionen Pixeln wirklich sehen lassen. Hier geht es um Details, um Bildausschnitte, aber auch um Farbmanagement und Abbildungsleistung. Und die ist gut. Wirklich sehr gut. Keine komplett neue Welt gegenüber der D800, aber deutliche Verbesserungen werden bei der D810 schnell sichtbar.

In Punkto Geschwindigkeit allerdings kein Vergleich zur D4, im vergleich zu anderen Nikon Kameras jedoch eine respektable Leistung. 6 Bilder Pro Sekunde im RAW Format, in kürzester Zeit Startklar, und ohne Messfehler.

Manko - Eine entsprechende Speicherkarte ist Pflicht. Groß und schnell sind hier die passenden Schlagworte. Bei ca. 120 MB Pro Bild in voller Auflösung kann man sich nicht mit einem 16 GB Billigkärtchen zufrieden geben.

Auch eine gewissen Rechenleistung des Computers wird beim bearbeiten abverlangt, was bei der Auflösung natürlich kein Wunder ist.

Unterm Strich - Lohnt sich der über 3.000 EUR Body ? Für Qualitätsdenker auf jeden Fall. Nicht für jedes Shooting, aber für einige und als weitere Kamera durchaus Sinnvoll. Natürlich sind mir Dinge wichtig wie ein Anschluss an die Studioblitzanlage ,falls einmal Batterien leer sein sollten.  Wenn man oft damit arbeitet ist eine Qualität und hochwertigere Materialverarbeitung nicht unbedingt von Nachteil. Wer dieses wunderschöne Hobby der Fotografie nachgeht, für den gibt es natürlich auch tolle Alternativen wie von Fuji, oder auch Nikons neuste Errungenschaft die D750, und natürlich auch anderen Herstellern.


Einzig und alleine die D810 - Mir wären die Datenvolumen auf Dauer zu hoch, die Akkulaufzeit zu kurz , und die Geschwindigkeit zu langsam. Das Rauschverhalten fängt bei ca. 2000 ISO an. Auch hier kenne ich persönlich andere Werte.  Aber dies ist wie gesagt nur dann der Fall, wenn man eine D3 oder D4 gewohnt ist. Unterm Strich eine tolle Kamera für einen "Verhältnismässig" fairen Preis.

Peter Neher
www.picslocation.de


Dienstag, 19. Mai 2015

Berechnend - Verrechnet



Berechnend - Verrechnet 


Fotografieren ist, oder kann ein tolles Hobby und ein noch schönerer Beruf sein. Deshalb scheuen sich die meisten auch nicht tiefer in die Tasche zu greifen, wenn es um die Kamera geht. Schnell muss sie sein, bestenfalls Vollformat, viele tolle Funktionen, und ein Objektiv das in Lichtstärke nicht zu überbieten ist.

Das dies alles sein Gewicht hat dürfte klar sein. Es zerrt am Hals, ruhig halten ist fast unmöglich und so sieht man sich nach Zubehör um, das alles erleichtern.

Ein Gesetz der Marktwirtschaft sagt aus, das es immer besser ist mehr zu bezahlen. Warum ? Es ist wirtschaftlich nicht möglich eine entsprechende Qualität zu einem günstigen Preis zu produzieren.  Ergo - Die günstige Variante geht schneller kaputt, und man muss nach kaufen was dann teurer wird. Im günstigsten Fall.

Ähnlich verhält es sich auch mit Kameragurten oder Stativen. Natürlich wird kein Gurt in der Regel reissen an dem die Kamera befestigt ist. Wohl aber die Naht die alles zusammen hält. Ein einigermassen Vernünftiger Kameragurt kostet knappe hundert Euro. Das günstige Modell gibt es schon ab 20 EUR. Der Schaden wenn die naht plötzlich aufgeht geht in die tausende. Haftungsfrage des Herstellers, Gutachten, Kosten, Zeit, Nerven. Das dürfte ein anderes Blogthema sein.

Hält deutlich weniger als er verspricht. Der Cross Strip ST90X von Dörr




Auf dem Bild sieht man das Ende eines Tragegurtes der mit dem Schulterpolster vernäht war. Steht man aufrecht ohne die Kamera dabei zu benutzen kann man von einer Fallhöhe von ca. 1 Meter ausgehen. Kamera und Objektiv sind der eine Schaden. Beispielsweise bei einer Hochzeit nicht weiter fotografieren zu können der andere. Bei Stativen verhält es sich ähnlich. Zu günstiges Material, direkte Sonneneinstrahlung auf Kunststoff, Stabilität, Tragekomfort, Flexibilität und Bedienbarkeit machen nicht aus jedem Stativ ein gleiches Stativ. 

Unterm Strich: Wer viel Geld für eine Kamera und Objektive ausgibt sollte nicht am flachen Ende sparen. Meist ist der Schaden wesentlich Größer als die Ersparnis. Auch was einen UV Filter für das Objektiv betrifft. Dieser dient im übrigen mehr zum Schutz als zum fotografieren. 

Dienstag, 10. März 2015

Fotoshooting in Ulm

Fotoshooting 

Peter Neher

bei einem Shooting ist es wie in einer Beziehung. Es gibt immer 2 die eines gemeinsam wollen. In diesem Fall gute Bilder. Was jetzt nun ein gutes Bild ist und was nicht, darüber lässt sich bekanntlich ja streiten. Was ein erfolgreiches Shooting ausmacht , darüber geht es in folgendem Blog. 


Man sitzt daheim, klickt sich durch die verschiedenen Fotografen Seiten durch, holt sich Ideen und Möglichkeiten ein, und weiss dann doch nicht wirklich was da auf einen so zukommt.

Von dem hat man dies gehört, vom anderen das, was muss ich selbst tun , kann ich das überhaupt ? Schliesslich sollen die Bilder ja auch gut werden.  Über Shootings in irgend welchen Privatwohnungen wo das Bettlaken als faltiger weisser Hintergrund dient, davon reden wir nicht.
Jedoch sollte klar sein, welche Art von Bildern man haben will. Natürlich spielen hier noch eine Menge anderer Faktoren eine Rolle, aber die wird ein Erfahrener Fotograf natürlich selbst herausfinden.

Als Kunde stell ich mir das schrecklich vor. Jemanden den man nicht kennt, in großen Räumen... Wie stell ich mich richtig hin ? Was ist mir unangenehm zu zeigen. Was will ich, was will ich nicht?
Ein wenig aufgeregt ist man eh schon, und ob das dann auch alles funktioniert ?

Tut es. Wenn man sich davor einige Gedanken macht.


  • Habe ich klar Vorstellungen von meinem Fotoshootings und dessen Ergebnissen oder geb ich dem Fotografen freie Hand ?

  • Fühl ich mich wohl im Studio, oder in Begleitung Outdoor ?

  • Sind Rahmenbedingungen wie das Wechseln von Kleider, oder Visagistin abgeklärt ?

  • Ist es ein professionelles Studio dessen Preis auch gerechtfertigt ist ?

  • Wie wird auf meine Wünsche eingegangen ?

  • Was ist der Schwerpunkt des Studios ?

  • Darf eine Freundin / ein Freund mit wenn ich das Wünsche ?
Dies sind natürlich bei weitem nicht alle wichtigen Punkte, aber für die erste Auswahl doch schon eine Menge. Schlägt das Bauchgefühl Alarm, sollte man die Hände von lassen. Wie überall im Leben auch. Wer über Mitbewerber schimpft, wird sich auch nicht beim Fotoshooting professionell verhalten,  und wer mehr Verkäufer als wie Fotograf ist, wird auch nur Ergebnisse eines Verkäufers liefern können. 

Das die professionelle Ausrüstung natürlich eine tragende Rolle spielt ( nicht jede Kamera ist für jeden Zweck und jedes Fotoshootings geeignet) sei in diesem Nebensatz erwähnt. Hier hat der Kunde leider nicht immer die Möglichkeit dies ausreichend zu beurteilen. Gerade bei Fotoshootings im Dunkeln, oder wenn es um Detailreiche Aufnahmen geht kann dies Entscheidend sein . Wer wert darauf legt die Strukturen seines Brautkleides auf dem Bild wieder zu erkennen, sollte etwas genauer nachfragen bevor man aussieht wie eine weisse Litfasssäule .











Montag, 9. Februar 2015

Eventfotografie oder das Spiel mit dem Licht

Man kennt es. Eine Hell beleuchtete Bühne, viel Gefühl, und total Farüberlaufende, zu helle, oder zu dunkle Bilder...


Wie macht der das nur? Das ist einer der Fragen die ich öfters höre. Ich mach meist nicht anders. Und doch kommen klare Farben heraus, nichts kippt weg, alles ist klar.


Kevin Tarte
Musical Gentleman - Mercedes Benz 
Vorweg gesagt, Evenfotografie ist eine Klasse für sich. Oft liegen nur winzige Toleranzen zwischen über und unterbelichtet. Minimale Abweichungen zwischen alles Rot und natürlichen Farben.

Das man hier im manuellen Modus die besten Einstellmöglichkeiten hat dürfte kein Geheimnis sein. Allerdings lässt sich auch nur Einstellen was vorhanden ist. So verringern viele Objektive beim Zoom die Blende auf 5,6 oder 6,3. Bei solchen Werten in einem dunklen Saal ist es schon fast nicht möglich genügend Licht einzufangen. Man versucht das ganze durch eine längere Belichtungszeit auszugleichen, und bei 200 mm Brennweite wird der kleinste Verwackler zum verzerrten Bild. Ausgleichen lässt sich das ganze nur wenn der Body noch eingreifen kann. eine entsprechend hohe ISO Zahl wäre wichtiger als eine zu lange Verschluss- oder Belichtungszeit. Je nach Kameratyp und Sensor kämpft man dafür mit Bildrauschen und Abbildungsleistung.

Stimmungsvoll am Flügel
Mit mindestens 1:1,8 g bei Festbrennweiten, und 1:2,8 g Lichtstärke durchgehend  bei Zoombjektiven, also wie weit sich die Blende öffnen lässt und entsprechend mehr Licht einfällt sollte man ausgerüstet sein um keinen all zu grossen Belichtungszeitraum und ISO Wert zu benötigen.

Blitzen ist bei den meisten Events im übrigen eh Tabu und auch nicht sehr sinnvoll. Zum einen stört es die Künstler, zum anderen wird das natürliche Licht übermalt was die Stimmung rausnimmt.  Stative helfen nur bedingt, da sich meist die Akteure auf der Bühne bewegen.Unterm Strich gilt der alte Grundsatz: " Wo kein oder wenig Licht ist..." Wir werden oft gefragt welche Kamera die richtige für einen ist. Oft wird das Objektiv, das Auge der Kamera dabei völlig vergessen.

Es ist ausschlaggebend was fotografiert werden soll. Gerade bei der Objektivwahl. Ähnlich wie bei einer Urlaubsplanung. Das fotografieren ein sehr teures Hobby sein kann, und einer der schönsten Berufe der Welt ist deutlich. Wer langfristig Spass an seinem Hobby haben möchte muss sich mit dem Gedanken beschäftigen eine Ausrüstung zu besitzen die zu den Situationen passt die man erleben möchte. Auslöseverzögerung, Serienbilder, bis hin zur passenden Geschwindigkeit der Speicherkarte... Es ist ein schier unendliches Thema. Ein Thema wo sicherlich jeder seine eigene Handschrift besitzt. Aber auch ein Thema das ein wenig davor bewahren soll sich das nächste Schnäppchen zu holen, um danach zu Fragen : " Wie macht der das eigentlich ? "