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Samstag, 4. Februar 2017

Nie mehr verwackelte Bilder

Kennt Ihr das ? Man möchte Aktionfotos machen, schaut auf den Bildschirm der Kamera, nickt zufrieden und auf dem PC ist alles verwackelt ?




Der Sprung mit hochgerissenen Armen, Der rennende Hund oder Sportfotos. Überall dort wo Bewegung ist muss es schnell gehen. Für alle die nicht im manuellen Modus Fotografieren ist folgende kleine Erklärung zum Verständnis vielleicht eine Hilfe. 

So macht Aktion Spass. 1/800 Sec Belichtungszeit.
Wenn ich auf Automatik fotografiere weiss meine Kamera einzig und alleine wieviel Licht ihr zur Verfügung steht. Der einzige Job den Deine Kamera hat heisst: Mach da Bild so hell wie notwendig. Sind die Lichtbedingungen wie etwa in Räumen oder bei einer Abenddämmerung nicht ganz so optimal braucht diese länger um mit wenig Licht das Bild hell genug zu machen. Solange dieser Prozess stattfindet wird alles mit aufgenommen was sich in diesem Zeitraum bewegt. Da kann eine 1/10 Sekunde schon verdammt viel Zeit sein. 

Zum Vergleich - Eine Verschlusszeit , je nach Geschwindigkeit des Motivs kann durchaus 1/400 sec. oder auch 1/800 sec oder gar noch kürzer sein. 

Problem an der ganzen Geschichte. Je kürzer die Verschlusszeit ist, desto verwacklungsfreier wird zwar das Bild, aber auch umso weniger Licht kommt beim Sensor an. Eine Lösung wäre dies durch eine offenere Blende (Kleine Blendenzahl) auszugleichen. Wenn hier nichts mehr raus zu holen ist kann man noch versuchen die ISO Zahl zu erhöhen also die Lichtempfindlichkeit herauf zu setzen. Allerdings fängt bei den meisten Kameras dann ab einem ISO Wert von 800 und mehr das Rauschverhalten an. Sprich das Bild wird Körnig und verliert an Kontrast. 

Wer Aktionbilder plant kommt an einem Lichtstarken Objektiv nicht vorbei. In der Regel empfehlen sich Festbrennweiten. Die lassen sich zwar nicht zoomen dafür hat man eine grandiose Abbildungsleistung und hervorragende Lichtstärken. 

Wer sich im übrigen auf seinen Monitor in der Kamera verlässt wird feststellen das dies nicht immer das optimale Ergebnis wieder gibt. Für wirkliche Details ist dieser schlichtweg zu klein. Erst in der Nachbearbeitung wird man feststellen ob es geklappt hat.  

Mittwoch, 1. Februar 2017

Wie ist es eigentlich Stars zu fotografieren?

Manche Träumen davon, für manche ist es in Horror.  Stars und Sternchen.  Ein kleiner Auszug in die Glitzerwelt.


Zugegeben, auch hier haben sich die Zeiten geändert. Früher hatte man als angestellter Fotograf bei der Bravo gute Chancen auf ein - Du und Du mit Stars und Sternchen. 
Heute, in Zeiten von Google Earth, Paparazzos, und kommerziellen Zielen haben sich beide Seiten geändert. Ich kann Stars gut verstehen. Ihr Leben wird auf Schritt und Tritt für diesen einen Schnappschuss verfolgt der am meisten Geld in die Kasse spült. 

Paparazzos waren wir nie. Auch stand bei weitem kein Geld im Vordergrund. Es macht einfach, besser gesagt mir unsagbar Spass und das seit ich fotografiere. 

Sarah Nowak

Michael Schuhmacher 2011
Jeder kennt die Bilder. Roter Teppich, Blitzlichtgewitter. Da wird geschubst, getreten, um die besten Plätze gekämpft. Mich hat das alles nie wirklich berührt. Es gibt Fotografen die 2 Minuten vor dem Auftritt angerannt kommen, sich versuchen nach vorne zu schlagen um dann schnellst möglichst wieder weg zu rennen. Andere sind professioneller, kommen rechtzeitig, bereiten sich vor, stellen Ihre Kamera in ruhe ein, spielen mit dem Licht.  Die Stars selbst wissen natürlich wie sie sich Medienwirksam vor der Kamera zu verhalten haben. Ein Lächeln in jedes Objektiv, und weiter gehts. Anders sieht es da schon ausserhalb des roten Teppichs aus. Natürlich war ich ein wenig angespannt als mir Michael Schuhmacher zu seiner Glanzzeit gegenüber stand und in meine Kamera lächelte. Besondere Momente entstehen natürlich immer dann wenn man selbst Fan vom jeweiligen Motiv ist. Die Arbeit funktioniert dann wesentlich einfacher. Man hat einen ganz anderen Bezug dazu. Ob es nun kleine Sternchen oder große Stars sind. Wenn man sich entsprechend verhält wird man immer etwas freundliches zurück bekommen. So nah dabei zu sein ist immer etwas besonderes. Vielleicht macht dies auch den Unterschied zwischen Guten Bildern, emotionalen Bildern und normalen Bildern. Als ich bei SAT1 direkt am Boxring war und mir meine Freunde Fernseherbilder auf denen ich zu sehen war auf meine Pinnwand gepostet haben musste ich schmunzeln. Es fühlte sich gut an. Natürlich auch das vorne dabei zu sein, aber viel mehr als Fotograf dabei sein zu dürfen bei der die Auswahl nicht sehr großzügig war.  

Im laufe der Jahre sammelt sich einiges an. Vieles schaut man sich wieder an, erinnert sich an den Moment. Auszüge hängen in meinem Studio. Schon seit 6,7 Jahren. Es kommt immer wieder neues dazu. So ist es Stars zu fotografieren. Wie man an diese Aufträge ran kommt ? Netzwerk und Loyalität. Das ist vielleicht nicht alles aber eine verdammt gute Basis wenn man in diesem Bereich fotografieren möchte. 

Mittwoch, 25. Januar 2017

7 Jahre Technik

7 Jahre Technik


Als 2009 Picslocation zum ersten mal die Fotografenpforte in Ulm öffnete war man damals schon von der Technik die einem zur Verfügung stand begeistert. Damals spekulierte man über ein Iphone 3 das alles verändern sollte und Amazon war 35% aller Deutschen ein Begriff. 


Ja, zugegeben ich erinnere mich gerne daran. Meine erste Kamera für das Studio in Ulm war eine Nikon D3s. Das Flaggschiff. Ganze 12 Millionen Pixel Auflösung. Ein rechteckiger Mac unterstützte mich bei der täglichen Arbeit und ich war froh das gleich nebenan eine Druckerei war die in Handarbeit Briefpapier und Visitenkarten druckte. 

Heute belächelt man das ganze. 30,40,80,200 Millionen Pixel Auflösung sind schon lange keine ungewöhnlichen Fremdwörter ( in der professionellen Fotografie kommt es tatsächlich auch auf die Pixel an). Die Druckerei gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Stattdessen gestresste Paketdienste die einem Kiloschwere Papierpäckchen von Flyeralarm bis direkt an den Schreibtisch liefern. Bezahl wurde schon längst per Paypal. Ein Knopfdruck genügt und man hat alles für seinen Steuerberater aufgearbeitet per Email. Der Mac dient inzwischen als Praktikantenrechner. Er wäre mit den heutigen Datenmengen der Fotos komplett überfordert. Vor uns alles in höher, schneller weiter und noch besserer Auflösung. Mein Kunden sind immer ganz fasziniert wenn man sich auf einem 27 Zoll Mac mit 40 Millionen Pixeln betrachtet. Neue Objektive die diese Abbildung darstellen können machen das möglich. 

Aus den damals 38 Facebook Kontakten sind mehrere 1000 geworden. Einen Grossteil kenne sich persönlich. Neue Videoplattformen kamen hinzu, Desks, speziell für Fotografen bieten Software für jede erdenkliche Situation. Ein Tablett ist fast nicht mehr weg zu denken und unsere Kasse aus dem Jahr 2009 sieht schon Old School aus. 

Nicht nur in der Fotografenbranche hat sich einiges getan. neue Märkte, neue Ideen, neue Konzepte. Ob wir das alles brauchen ? Teilweise ja. Man gewöhnt sich an einen Standart. heute drauf geklickt, morgen da. Kundenwünsche können optimiert werden, und neue Technik macht einfach auch Spass. Allerdings hört man auch zunehmend klagen der Einzelhändler. Umsatzrückgänge, der Onlinehandel als grosser Mitbewerber.  Als Fotograf hat man dieses Problem (noch) nicht. Bevor eine Webcam eine solche Leistung wie eine professionelle Studiokamera bring, solange Software nicht vollautomatisiert ein Studio simulieren kann, und uns Sprachassistenten ins rechte Licht rücken, solange wird dieser Markt von Onlineanbietern nicht betroffen sein. Bis dahin wird sich auch in einem Fotostudio viel tun. 3 Drucke, Animationen, Bewerbungsvideos die als Hologramm ins Meeting eingespielt werden. Neue Materialien, schnellere Übertragungswege, bessere Vernetzung, das aussterben der letzten handwerklichen Generationen sind nur einige Beispiele. Ich selbst kann mich mit dem Gedankenspiel - Kunst in der Zukunft - anfreunden. Was im Mittelalter Maler waren sind heute Fotografen und Designer. Der Schneider wurde schon online mit Massgefertigten Anzügen incl. Online - Stylingcoach ersetzt, der Aufgrund eines Fotos die perfekten Outfits und Farben zum jeweiligen Typ wählt. Reparieren statt Neu Kaufen. Man hört es oft. Das 5 Euro Shirt selber nähen? Oder doch lieber für 8 EUR zum Schneider fahren um es für 12 EUR wieder her zu stellen ? Manche Branchen stehen zukünftig vor einem sicheren aus. Und manche kommen schlicht weg dazu weil diese den Anschluss verpassen. Einen Anschluss der sich in unser aller Leben integriert hat ohne das wir es wirklich gemerkt haben. 

In der Natur ist es einfach. Das Gegenteil von Tod bedeutet in der Natur immer Wachstum. Was nicht mehr wächst, sich verändert stirbt ab und wird ersetzt. Da ist das neue Bild - Rentner mit Tatoo's in der Sauna schon völlig normal. Auch wenn man daran erkennt wie gnadenlos Zeit sein kann. 

Dienstag, 20. September 2016

Hochzeit in Ulm

Man heiratet ja nur einmal...


für viele Verkäufer in der Hochzeitsbranche ist das einer der stärksten Sätze. Nur einmal. Eine Besonderheit... oder doch nur kalkulierter Verkauf?


Welches Brautpaar träumt nicht von der perfekten Hochzeit? Perfekt heisst nicht immer glanzvoller als der wiener Opernball. Aber eben so wie man es sich wünscht. Im kleinsten Kreise, mit vielen

100 % Happy, 100% verliebt 
Freunden, auf dem Land, im Stadthaus, im In-Restaurant. Hochzeiten haben sich im laufe der Jahre immer mehr zum Event gemausert. Neue Angebote und Ideen, neue Technik, günstigere Transportmöglichkeiten. Wer eine Hochzeit plant merkt schnell wie einem das Geld durch die Finger rasselt. Plötzlich ist alles doppelt so teuer. Eine ganze Branche lebt davon. Das Qualität einen gewissen Preis hat ist nicht von der Hand zu weissen, aber deshalb gleich 55 Euro Leihgebühr für eine einzige weisse Tischdecke zu bezahlen ? Ja es gibt sie. Die Kunden den es egal zu sein scheint.
Die Stretchlimo die kaum mehr durch die Einfahrt ins Schloss passt wo der Edle Ritter auf die Prinzessin wartet. So weit so gut. spätestens bei der Ankunft wird schnell klar das es an diesem Tag viele Ritter und Prinzessinnen gibt. Kamerateams, Fotografen, Weddingplaner und Musikkapellen geben sich förmlich die Klinke in die Hand. Die Enttäuschung kann manchmal gross sein, hat man es sich doch ganz anders vorgestellt. Wer tatsächlich eine Hochzeit in seinem eigenen Rahmen haben möchte muss sehr individuell, aber auch sehr frühzeitig planen. Hierbei gibt es im übrigen kein besser oder schlechter. Nur individueller aber auch teurer, oder etwas normaler und dafür Budgetschonender. Das gilt natürlich nicht immer generell. Wer im Winter heiratet wird keinen so grossen Andrang erleben wie im Sommer. Im übrigen auch keine fast unerträgliche Hitze mit vielen
Menschen im Anzug und im Standesamt und natürlich auch keine rote Sonnenbrandhaut der Braut auf den Schultern. Dafür kann einem das Thema Gänsehaut beschäftigen. Das zu spät kommen der Gäste weil die Strasse vereist war, und im schlimmsten Fall Matsch, Dreck, Regen und Kälte. Es ist also in der Tat schwer sein Kopfkino in die Realität umzusetzen. Gerade bei beliebten Orten kostet fragen nichts. Wobei.. selbst wenn die Lieblingslocation an diesem Tag nicht voll ausgebucht ist bedeutet dies nicht zwangsläufig das dies auch so bleiben wird. Ganz anders sieht es da mit freien Trauungen aus. Individuell wie es einem passt ist hier das Motto. Das kann der heimische Schrebergarten sein, Boote, oder eine Location die verbindet. Bei einer kirchlichen Trauung kann es schon einmal vorkommen dass das nächste Brautpaar bereits ungeduldig vor der Kirche wartet während die Gäste verzweifelt einen Parkplatz suchen. Zugegeben.. zum einen ist dies aber
überschaubar, und zum anderen findet so etwas auf dem Land so gut wie nie statt. Man sieht daran das eben alles 2 Seiten hat. Damit das Märchen der Traumhochzeit tatsächlich so stattfinden kann wie man es sich wünscht sollte man sich sehr gut überlegen was man will. Übrigens.. Eine standesamtliche Hochzeit dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten. Aber auch die können wunderschön sein wenn man weiss was auf einem zukommt und vor allem was man tatsächlich haben und ausgeben möchte.  Und wenn die Liebe riesengross ist, spielt es vielleicht gar keine so große Rolle

Dienstag, 6. September 2016

Warum niemand Wochenlang auf Bilder warten sollte.


Stundenlanges (Brautpaar)Shooting und Wochenlanges Entwickeln. Was könnte dahinter stecken?


Peter Neher, Fotograf und Eigentümer von Picslocation Ulm
Samstag Mittag 13:00 Uhr. Die Sonne brennt runter, noch 1 1/2 Stunden bis zur Kirche. Noch sind die Schultern der Braut weiss. ganz im Gegensatz zum Kopf des Bräutigams, der ist dank Unterhemd, Hemd, Fliege, Weste und Sacko schon Tomatenrot. Das letzte was man jetzt will ist Aktion. Im schlimmsten Fall viel zu lange Aktion. Ob man das Brautpaar Stundenlang von den Gästen fern hält oder ob es alternativen gibt muss jeder Fotograf selbst entscheiden. Ich entscheide mich immer dazu das es natürlich in erster Linie Spaß macht, aber eben nicht all zu lange dauert. Dazu muss man an und für sich nur zum einen fotografieren können, die richtigen Infos haben und ein wenig Erfahrung in den vielen Jahren ist auch nicht ganz fehl am Platz. Licht, Bildstory, was passt zum Paar ? Sind die Aufnahmen erst einmal gemacht geht für uns Fotografen die Arbeit erst richtig los. Da kann es schon einmal vorkommen das man 1-2 Tage mit der Bildbearbeitung zu tun hat. Bildschnitt, aussortieren, kleine Korrekturen. Alles in allem sollte das ganze aber danach fertig sein. Schliesslich gibt es inzwischen richtig gute Software die uns das Fotografenleben erleichtert. Diese funktioniert allerdings nur wenn auch das Rohmaterial vernünftig ist. Geht es dann in Zauberei über wird das ganze schon wesentlich aufwendiger. Rein rechnerisch könnte man bei 6 Wochen pro Nachbearbeitung keine 10 Hochzeiten im Jahr schaffen. Das ist aber auch gar kein Ziel. Mir stellt sich einfach nur die Frage was man die vielen Wochen über macht. Was müssen das für Bilder sein die eine solch lange Zeit zum Bearbeiten in Anspruch nimmt. Für Gäste die schon gespannt auf die Bilder warten und ständig beim Brautpaar anrufen ganz zu schweigen.   Unterm Strich... Eine Stunde Brautpaarshooting reicht vollkommen aus. 1  vielleicht auch mal 2 Tage für die Nachbearbeitung dürften ebenfalls alles ausfüllen um klasse Ergebnisse reichen. Vielleicht passiert es auch einmal das man andere Termine hat und sich dadurch alles etwas verzögert. Aber eben nicht Monatelang. Zumindest nicht im professionellen Bereich

Donnerstag, 14. April 2016

So wird geheiratet

Hochzeitsfotograf:

Der schönste Tag im Leben... So verbinden die meisten das Wort Hochzeit. Dabei sollte es einer der schönsten Tage werden sonst würde es ja keine Steigerung mehr geben.


Der Beginn eines aufregenden Tages

Die Auswahl des passenden Visagisten  ist für manche schon die erste Hürde. Wie oft lasse ich mich schmiken? Was steht mir? Termin? Preis? Fragen über Fragen. Dabei kann man mit einer großzügigen Zeitplanung schon sehr viel erreichen. Probe MakeUp, Beratung, neues probieren. Wenn dann der Tag gekommen ist, sollte man ohne Hektik und Zeitdruck sich auf das verlassen können was davor schon einmal getestet wurde. Als kleiner Geheimtipp: lasst euch ein  Set mitgeben, als vom Makeup den gleichen Farbton... Für den Fall der Fälle während der Hochzeit oder der Feier.
Nachdem man fertig Gestylt und angezogen ist wird es schon langsam ernst. Es ist letztendlich eine Geschmacksfrage wann man die Hochzeitsbilder macht. Davor, danach, dazwischen. Planung und Wetter können hierbei eine Rolle spielen. 


Brautpaare merken sehr schnell wieviel Routine und Professionalität beim Fotografen dahinter steckt. Nicht zu lange, nicht zu kurz, die richtigen Ideen passend zum Licht. Und vor allem eines: Spass. Kommt keine Stimmung auf - gerade bei einem Hochzeitsshooting, kann sich das sehr schnell auf die Bildgeschichte auswirken. Und wer mag schon traurige Bilder von seiner Hochzeit. Übrigens. In 30 - 45 Minuten kann man das allermeiste schon fotografiert haben. Hitze im Anzug, Nervosität, und das warten lassen der Gäste tun Ihr übriges. 

Es treffen die ersten Verwandten ein. Gäste, Freunde Familie. Die meisten sind überrascht das es in der tat viel schneller beim Standesamt zugeht als man denkt. 10-20 Minuten, Unterschriften, Urkunde. Das hört sich alles furchtbar unromantisch an, letztendlich ist es aber ein reiner Behördengang. Viel hängt vom Standesbeamten ab der auch gerne auf Wünsche eingeht.


Nach der offiziellen Trauung darf gratuliert werden, und man freut sich auf den Sektempfang. Hier können gerne kleine oder größere Überraschungen für das Brautpaar mit einbezogen werden. 


Danach ist dann der Weg zur Location frei, oder aber natürlich zur Kirche.


Bislang haben wir sehr selten eine Hochzeit erlebt bei der alles exact im Zeitplan geblieben ist. Grund dafür ist die Logistik in der Küche, oder die Warteschlangen im Buffet. Dies war bislang aber meist sehr undramatisch. Nach dem Essen bleibt dann genügend Zeit für die Hochzeitstorte und den Brautwalzer. Hier zeigt sich dann oft ob die Brautschuhe davor schon ein wenig eingelaufen worden sind. Die meisten Bräute bedienen sich hier der Lösung 2 Paar Schuhe dabei zu haben.
Das ist jetzt hier natürlich nur ein sehr grober Faden für einen möglichen Ablauf. Eine Hochzeit sollte immer so individuell wie das Paar sein das feiert. Kreativ oder Bodenständig, Grillparty oder Luxusdinner. Das entscheidet jeder selbst. 

Übrigens. Im Schnitt geben die Deutschen ca. 11.000 EUR im Süden des Landes für Ihre Hochzeit aus. Bei 100 Gästen kann dies in Relation stehen. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten locker das 5 fache zu investieren. 

Dienstag, 22. März 2016

Angeblitzt - Die Sache mit dem Blitz

Fotos und Licht hängen ähnlich zusammen wie Auto und Motor. Das Blitzlicht kann allerdings Fluch und Segen zugleich sein. Ein kleiner Ausflug in eine belichtete Welt... 

Wer kennt das nicht ? In geschlossenen Räumen und starker Sonne draussen vertrauen viele auf Ihren eingebauten Kamerablitz. Die Ergebnisse ? Geistergesichter, also viel zu hell, während dir Hintergrund in einem Schwarz abtaucht. Da ist ein harter Schatten hinter dem Motiv noch die beste Alternative.

Woran liegt es. Beim eingebauten Blitz hat man im Kern nur 2 Möglichkeiten. An oder aus. Natürlich lässt sich die Blitzstärke einstellen, jedoch nicht der Winkel. Der eingebaute Blitz in der Kamera erzeugt ein mehr oder weniger starkes Lichtfeld direkt nach vorne. Das kleine Lämpchen ist begrenzt auf die Reichweite, und von der kleinen Lichtfläche aus lässt sich nicht sehr viel Raum abdecken.

Fotografiert man im freien gegen die Sonne hat man noch die beste Chance das Motiv aufzuhellen.

Die alternative sind Aufsteckblitze. Zum einen weil diese einen viel größeren Leistungsumfang haben, und zum anderen gibt es neben zahlreichem Zubehör, auch die Möglichkeit indirekt auf das Motiv zu blitzen. Das kann zum Beispiel so aussehen, das der Blitzkopf um 180 Grad zu einer hellen Wand gedreht wird. Diese helle Wand wird dann angeblitzt und das Licht fällt reflektierend auf das Motiv. Vollkommen Schattenfrei. Auch das direkte nach oben Blitzen ist eine Möglichkeit, genau so wie der Einsatz von Softboxen für den Aufsteckblitz. Hat der Blitz dann auch noch eine Masterfunktion, so können mehrere Blitze als Slaves dazu geschaltet werden.

Als kleiner Geheimtipp. Der beim Blitz mitgelieferte Blitzschuh (das länglcihe Plastikteil auf dem der Blitz stehend montiert werde)  kann, hat unten ein Gewinde das zu jeder Stativplatte passst, also die Verbindung in der Kamera und Stativ miteinander verbunden werden. So lässt sich der Blitz sehr variabel einsetzen.

TTL nennt man die Sprache die benutzt wird wenn Kamera und Blitz miteinander kommunizieren. Wie beim fotografieren auch, macht es meistens Sinn im manuellen Modus zu arbeiten weil die Kamera eben nicht weiss welches Ergebnis ich haben will.  Im Manuellen Modus gibt es vereinfacht gesagt Wahlmöglichkeiten zwischen einer 1/128 Leistung, bis hin zu der vollen 1/1 Leistung. Je nach Lichtverhältnis und Wunsch kann man die Leistung nun anpassen. Besser ausgestattete Blitzgeräte haben noch verschiedene zusätzliche Einstellungen wie Lichtstreuung oder die bereits erwähnte Masterfunktion.

Ein abschliessender Punkt wäre noch das Thema Überhitzung. Da es beim Blitzen relativ schnell warm wird verfügen die meisten Geräte über einen Überhitzungsschutz und schalten dann automatisch auf Stand by. Auch hier gibt es Qualitätsunterschiede.

Man sieht, selbst wenn man das Thema wie hier nur im groben anreisst, bemerkt man schnell das die Sache mit dem Blitz nicht ganz so einfach ist wie einfach nur Blitz an und drauf. Aber genau das ist ja auch das schöne an der Fotografie. Man kann experimentieren und seiner Kreativität freien lauf lassen.

Peter Neher
www.picslocation.de

Mittwoch, 2. März 2016

Das letzte Hemd hat keine Taschen

Das letzte Hemd hat keine Taschen


Das Sprichwort kennt wohl jeder. Oder auch "Spare in der Zeit dann hast Du in der Not." Der heutige Eintrag beschäftig sich it etwas Geld, und den fotografischen Gedanken drum herum. 


1,2 mal im Monat erreichen uns Anrufe folgender Art:

Was kostet Passbild ?
Was, so teuer ? Aber Automat ist 4 Euro günstiger. ja ok. Danke. 

Wie man damit umgeht ? gar nicht. Das ist vollkommen Ok. Natürlich mach es Sinn preise zu vergleichen. Allerdings macht es weniger Sinn Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ein Automat bezahl maximal eine kleinere Standgebühr, keine Miete, bildet sich nicht fort, beschäftigt kein Personal, benutzt Billiger Thermopapier, hat sehr geringe Druckkosten, und dem Automaten ist es egal wie man darauf aussieht. mit wem will man vor Ort sprechen ? Mit dem Münzschacht ? 

Ähnlich verhält es sich im übrigen auch mit Bewerbungsbildern. Da ist das Ergebnis sogar noch wesentlich relevanter wenn es um den Job geht. Vernünftige Bewerbungsbilder brauchen Zeit. Eine halbe, drei viertel Stunde ist durchaus angemessen. Sonst würden wir auch einfach einen Automaten aufstellen. 

Der gute Bekannte der die Hochzeit fotografiert, der Kumpel der sogar auch eine gute Kamera hat und umsonst durch Wald und Wiese hüpft. Das Handybild auf der Firmenwebseite. Es gibt zig Beispiele warum es besser gewesen wäre man hätte in sein Fotoprojekt professionell investiert. So wäre ein Schaden erst gar nicht entstanden. 

bei uns Fotografen ist es kalkulatorisch natürlich eine Betriebswirtschaftliche Frage. Die Kosten die sich jeden Monat ergeben, abzüglich Steuern, Versicherungen, Beiträge und Gebühren ergeben wie in jedem anderen Unternehmen eben auch den gewinn. 

Wer im Restaurant für 4 EUR 0,2 Liter Cola bestellt, obwohl es die Dose mit 0,33 Liter für 50 Cent gibt weiss das jedes Unternehmen so rechnen muss. 

Natürlich, fotografie, kurz auf den Knopf Drücken und 20 EURO verlangen mag für einen der sich nicht damit beschäftigt viel sein. Bis es allerdings soweit ist, das man auf den Knopf drücken kann, sind schon gute 100.000 EUR in den Wirtschaftskreislauf geflossen. Dies hat alles seine Relation. 

Worüber ich mich persönlich allerdings auch ärgere, wenn man beim Fotografen tatsächlich viel Geld für miese Arbeit und / oder Qualität bezahlt. Da ist dann der Passbild Automat wirklich die bessere alternative. Wir sind froh das wir die richtigen Kunden haben.  







Dienstag, 1. September 2015

Das ulmer Weinfest

Das ulmer Weinfest aus Fotografischer Sicht. 


Anders als bei Hochzeiten bei denen es keine "2. Chance" gibt, verhält es sich auf Events. Das bei beiden die Stimmung eingefangen werden muss versteht sich von selbst. Trotzdem hat man wesentlich mehr Zeit um sich beim Blick auf das wesentliche die besten Motive heraus zu suchen. 


Gerade bei Veranstaltungen unter freiem Himmel spielt das Licht natürlich eine entscheidende Rolle. Dafür ist in der Regel auch immer genügend vom selbigen da.

Gegen die Sonne zu fotografieren kann im übrigen durch aus seinen Reiz haben solange es zur Bildstory passt. Weite Flächen, Abendstimmung, Ausgelassenheit. Die einzelne Servicekraft gegen die Sonne fotografiert raubt selbst dem schönsten Bild seinen Kontrast und lässt das eigentliche Motiv im dunkeln verborgen sein.

Bilder der angebotenen Speisen und Getränke gehören natürlich ebenso zu einer Dokumentation wie

Personen selbst. Aber auch Kleinigkeiten die Dekoratikel oder Schilder können durchaus Ihren Reiz haben.

Da genügend Licht vorhanden ist, bietet sich der Einsatz eines (zirkulären) Polfilters an. Ein blauer Himmel und schöne Farben lassen dann hier nicht lange auf sich warten.

Eine Quote von 100 Prozent perfekten Bildern gibt es nicht. Gerade wenn sehr viele Menschen auf einem Bild zu sehen sind, sollte zumindest darauf geachtet werden das niemand sehr nachteilig darauf abgelichtet wurde. Direkt beim Essen oder Trinken ist genau so ein No Go wie Situationen bei denen man selbst auch nicht fotografiert werden möchte. Abhilfe schaffen hier im übrigen Serienaufnahmen. Nicht die Highspeedwahl, aber im Lowspeed Bereich hat man die richtigen Abstände um von 2-3 Sekunden Serienaufnahmen das richtige Bild zu erwischen.

2 Wochen Sonnenschein mögen einen auch als Fotograf verwöhnen. Zumindest solche Kollegen, die noch nie in einen Sommerplatzregen gerutscht sind. In meinem Rucksack befindet sich gerade für solche Fälle ein Regenschutz für Kamera und Tasche.

Wo Menschen sind, da Menschelt es. Umgeworfene Weingläser, stolpernde Kinder, oder der ein oder
andere mit einem Gläschen zu viel können die Ausrüstung durchaus in Bedrängnis bringen. Abstand ist hier mit Sicherheit eine große Hilfe. Im übrigen Ebenso wie Geduld. Ähnlich wie bei der Naturfotografie ergeben sich die schönsten Motive durch warten und dem richtigen Blick.


Mittwoch, 19. August 2015

Traumwetter zur Traumhochzeit ?

Traumwetter zur Traumhochzeit ?


Zugegeben, wir hören es oft. Sehr oft. "Und was machen wir wenn es regnet"? Wenn einer der schönsten Tage quasi ins Wasser fällt?



Darauf gibt es viele Antworten. Aber vor allem auch viele Ideen. Aber, von vorne.

Natürlich will niemand im Regen stehen. Zumindest nicht an seiner eigenen Hochzeit. Alles ist bis auf's Detail geplant, die Einladungen gingen raus, alles ist organisiert. Und dann. Der Wolkenbruch.

Fotografisch ist es ein Unterschied ob wir von 2,3 Stunden Hochzeitsshooting sprechen, oder von einer oder mehreren Tagesbegleitungen. Einfluss aufs Wetter haben wir natürlich auch nicht, dafür aber jede Menge Erfahrung. Bei der Anzahl an Hochzeiten die wir jedes Jahr erleben dürfen lässt es sich nicht vermeiden. Es gibt einfach Regentage. Egal zu welcher Jahreszeit. Die gute Nachricht ist, es fällt sich tatsächlich in Grenzen. In den letzten Jahren sprechen wir von 5,6 Hochzeiten die tatsächlich verregnet waren. Bei über 1.000 Stück ein verschwindend geringe Zahl.  Zugegeben, lange nicht jede war in Deutschland, und auch nicht jede wurde über länger als 6 Stunden begleitet. jedoch einige.
Feel Happy trotz Regen

Ein nicht all zu schlechter Ratschlag sind weisse Schirme. Auch wegen dem Regen, aber auch wegen der Sonne. So kann es passieren das man die Dauer der Gratulationen im freien unterschätzt, das empfindliche Dekoltee immer roter wird, und der frisch angetraute Ehegatte in voller Hochzeitsmontur mehr an einen Sauanbesuch erinnert als an die Hochzeit. Schatten bei Sonne kann genau so wichtig sein wie Schutz bei Regen.

Wenn es Regnet muss es irgend wann einmal aufhören. In der Regel ist es undramatisch das Brautpaarshooting zu verlegen. Mit etwas Glück erwischt man sogar noch einen Regenbogen. Die Gefahr hierbei ist allerdings folgende:

Das Gras ist nass, und ohne es zu bemerken saugt sich das Brautkleid von unten voll. Welche Auswirkung dies hat kann man sich denken. Ein Brett auf dem die Braut steht kann wahre Wunder bewirken.

Irgendwann geht es dann  nicht mehr es zu verschieben. Die Sonne geht langsam unter, es passt nun wirklich nicht mehr in den Zeitplan, oder es will einfach nicht aufhören zu regnen. Kirche, Location, Studio, aber auch überdachte Gärten oder Domiziele  von in der nähe wohnenden Freunden,  können eine gute alternative sind. Gerade wenn sowie so mehr mit Tiefenschärfe gespielt wird kommt es gar nicht so auf die Details im Hintergrund an. Viel mehr um Farben die einen angenehm weichen Kontrast zum Brautpaar bilden.

Zaubern kann man hierbei natürlich auch nicht. Und so sind wir schon in der ein oder anderen Hotelempfangshalle gelandet die uns einfach kannten. Langer Regen ist planbar. Wenn man damit rechnet, ist es vielleicht eine Idee Ausschau nach einem schönen Hotel zu halten. Auch sind Zimmer für ein Brautpaarshooting das nur für eine halbe Stunde genutzt wird durchaus bezahlbar. Den Fehler etwas zu erzwingen wird in den aller wenigsten Fällen funktionieren. Die Frisur kaputt, man friert, die Kamera ist auch nicht unbedingt wasserdicht. Alternativen bieten sich an.

Man sieht, von Regen sollte man sich nicht die Hochzeit vermiesen lassen. Es sind Erinnerungen an einen grossen, sehr grossen Tag. Und die sollten natürlich auch authentisch sein. Wenn es Regnet, regnet es. Es gibt wunderschön romantische Regenbilder.


Peter Neher
www.picslocation.de